english: In the research series „essence of connection“ the material sugar plays a major possition. With the question: „Where is the human being in his overall social development?“, I follow real and fictitious information and put it in a new context. Real data and facts from the sciences of medicine and economy and fictitious information that I get sugar through the process-based work on the materials. The forms that emerge appear organic, sometimes colorful and lively and then again rigid and dead. Networks, ramifications become visible. An image that shows up again during a walk in nature. Or in the anatomy of the human body. I also see in it a network of systems, perhaps one in which we all live and within which we weave a dense network of relation-ships. Everything seems frozen here in the exhibition context and yet a transfer takes place that leads to life and inevitably triggers associations. A snapshot, for example, similar to a CT scan of a brain. Parallels to human life, to growth and decay, can be drawn in this way. So does the disintegration and decomposition of the organism. Coconut oil is another material used in the work. Below 25 °C it is white and solid. As soon as the temperature rises a few degrees, it becomes liquid and transparent. I am concerned here with making a temperature difference of 1-2 °C visible. „Essence of connection“ shows how quickly a minimal increase in temperature can also result in a change in the state of aggregation. The occupation with „essence of connection“ is an exposure of material properties, which, once started, continue to transform. It is the gradual revealing of the impact of certain foods on our consciousness, as well as the rise in the climate of our planet.

deutsch: In der Forschungsreihe „essence of connection“ spielt das Material Zucker eine übergeordnete Rolle. Mit der Frage: „Wo steht der Mensch in seiner gesamtgesellschaftlichen Entwicklung?“, verfolge ich reale sowie fiktive Informationen und setze sie in einen neuen Kontext. Reale Daten und Fakten aus den Wissenschaften der Medizin und der Wirtschaft und fiktive Informationen die ich u. a. durch das prozesshafte Arbeiten am Material Zucker bekomme. Die Formen die dabei entstehen wirken organisch, teilweise bunt und lebendig und dann wieder starr und Tod. Vernetzungen, Verästelungen werden sichtbar. Ein Bild welches sich bei einem Spaziergang in der Natur wieder aufzeigt. Oder in der Anatomie menschlicher Körper. Ich sehe außerdem darin ein Geflecht von Systemen, so vielleicht auch eines in denen wir alle leben und innerhalb dieser wir ein dichtes Netz an Beziehungen weben. Alles wirkt hier, im Ausstellungskontext wie eingefroren und doch findet ein Transfer statt der ins Lebendige führt und unweigerlich Assoziationen auslöst. Eine Momentaufnahme zum Beispiel ähnlich eines CTs von einem Gehirn. Parallelen zum menschlichen Leben, von Werden und Vergehen, können dadurch gezogen werden. So auch der Zerfall und die Zersetzung des Organismus. Kokos Öl ist ein weiteres Material, welches in der Arbeit Verwendung findet. Unter 25 °C ist es weiß und fest. Sobald die Temperatur um wenige Grad ansteigt wird es flüssig und Transparent. Es geht mir hier um das sichtbar machen eines Temperaturunterschiedes von 1-2 °C. „Essence of connection“ zeigt auf, wie schnell durch eine minimale Erhöhung der Temperatur, auch eine Veränderung von Aggregatzuständen erfolgt. Die Beschäftigung an „essence of connection“ ist ein Freilegen von Materialeigenschaften, welche sich, einmal begonnen, weiter voran transformieren. Es ist das allmähliche Offenlegen des Wirkungsgrades von bestimmten Nahrungsmitteln auf unser Bewusstsein, sowie der Anstieg des Klimas auf unserem Planeten. Ich verzichte seit Aufnahme der Forschung an „essence of connection“, Anfang 2022 auf die Nahrungsaufnahme von jeglichem industriell angefertigten Zucker und behalte dies bei, mindestens jedoch bis zur Beendigung der Arbeit an „essence of connection“. Gesammelte Erfahrungen daraus fließen unmittelbar in den Arbeitsprozess ein.